Liebster Award III

Zum dritten Mal komme ich in den angenehmen Genuss, 11 vollkommen auf mich zugeschnittene Fragen zu beantworten. Der Liebster Award ist – anders als sein „kleiner“ Bruder, die Seppo Blog-Auszeichnung – eine Art Kettenbrief, der unbekannteren Blogs eine Plattform bieten soll. Wenn man nun seinerseits wieder einige Blogs nominiert, ist es kein Wunder, dass früher oder später das gesamte Bloguniversum mal nominiert wurde. Ich freue mich selbstständlich trotzdem, dass mich Katie von http://www.katiesview.de nominiert hat. Jede Nominierung tätschelt dem kleinen Narzissten in unserer Seele die Rübe. Daran ist nichts verwerflich. Ich denke, dass jeder von uns seine Seite ein Stück weit aus Geltungsdrang und Mitteilungsbedürfnis betreibt. So funktionieren wir. Wir machen etwas, also erwarten wir eine Belohnung und sei sie noch so abstrakt.
Also vielen Dank an Katie für die Nominierung.

MEINE FRAGEN:

1.) Wann hast du begonnen zu bloggen?

Es war ein lauer Augustabend…oder ein Augustmorgen. Vielleicht war es warm oder kalt. Ich weiß es nicht mehr so genau. Es war aber definitiv im August des Jahres 2015. Ich war viel jünger als heute. Etwa sechs Monate. Und plötzlich überkam mich eine Erkenntnis: Durch die Position ihrer Augen haben Meerschweinchen nur einen etwa 2° schmalen Winkel vor ihrer Schnauze, welchen sie räumlich wahrnehmen können. Dinge, die sich direkt auf ihrem Kopf befinden, können sie nicht sehen.

Unabhängig von diesen Dingen habe ich dann den oder das Dampfbloque aus der Taufe gehoben und mit einer Produktionsrate von einem Artikel pro anderthalb Monate zu schreiben begonnen.

2.) Was motiviert dich und lässt dich dran bleiben?

Eigentlich brauche ich keine Motivation. Wenn es der Alltag hergibt, wird darüber geschrieben und glücklicherweise habe ich die zweifelhafte Begabung, Nichtigkeiten aufs Epische auszudehnen. Weil ich grundsätzlich gerne beobachte, fällt einem an seinen Mitmenschen das eine oder andere auf. Die meisten laufen übrigens auf zwei Beinen geradeaus.

3.) Wie lautet deine Message, was möchtest du in der Welt verbreiten?

Folgt dem Dampfbloque. Ist gut da.

Im Ernst: Ich habe nicht die Absicht, jemanden zu belehren. Also habe ich keine wirkliche Botschaft an irgendjemanden. Mir ist es wichtig, dass man auch in den vermeintlich nichtigen Dingen das Humorvolle beachtet. Vielleicht sogar in den traurigen. Das geht mit meinem Grunsatz einher, Dinge nicht unreflektiert zu glauben oder zu verurteilen. s/w-Malerei führt in den seltensten Fällen zu vernünftigen Schlüssen, die man daraus zieht. Dafür sind Situationen einfach zu komplex.
Das ist aber lediglich mein Prinzip, das ich niemandem aufzwingen möchte. Ich schreibe bloß darüber.

4.) Was war bislang in Bezug auf das Bloggen deine größte Herausforderung?

Es fällt mir manchmal schwer, ein paar Tage nicht zu schreiben. Das ist allerdings notwendig, weil ich merke, dass nach produktiven Phasen auch wieder etwas unkreativere folgen, die ich zwanghaft zu ignorieren versuche. Das kommt der Qualität nicht zugute.

Und ich muss manchmal meinen eigenen Eindruck außen vor lassen. Manche Artikel kommen mir beim zweiten Lesen vor der Veröffentlichung gar nicht mehr so unterhaltsam oder „gut“ vor, was in vielen Fällen exakt der gegenteilige Eindruck meiner Leser ist. Oft war es so, dass gerade die Artikel auf einen großen Resonanzkörper stießen, die ich als etwas besseren Lückenfüller beurteilt hätte.

5.) Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?

Die Frau, die in unserer Wohnung lebt

Kochen

Sport

Pistazien

6.) Deine besten Strategien für´s Dranbleiben?

Schreiben, wenn es klappt, nicht schreiben, wenn es nicht klappt. Eine klare Strategie gibt es nicht. Ich merke, dass der Zulauf neuer Follower nicht abreißt, was mich motiviert und mir zeigt, dass mein Hirn recht brauchbare Texte fabriziert. Gestern erst habe ich einen Beitrag eines Followers gefunden, den ich als großes Kompliment auffasse und der mich unglaublich motiviert.

7.) Was inspiriert dich für den nächsten Artikel?

Ich habe das große Glück, oftmals nicht großartig recherchieren zu müssen, weil ich den Alltag verwurste. Bei den kritischen Beiträgen lese ich natürlich den einen oder anderen Text und Zeitungsartikel, was genaugenommen andersherum ist. Ich stöbere zwischendurch mal in diesem „Internet“ und stoße dabei auf Themen oder Meinungen, die mich interessieren. Dabei liest man sich zwangsläufig das eine oder andere an und wenn es genug hergibt, dann bringe ich meine Gedanken zu Papier, lasse das Manuskipt von meinem Autorenteam im Keller abtippen und für die Suchmaschinen optimieren und veröffentliche den Beitrag.

Gerade in diesem Moment erhalte ich die Inspiration von 11 Fragen, die ich im Rahmen des „Liebster Award“ beantworten soll.

8.) Was soll am Ende des Jahres mit deinem Blog erreicht sein?

Da ich absolut nicht weiß, welche Statistik einem Blog das Prädikat „erfolgreich“ verleiht, kann ich nicht sagen, was am Ende des Jahres erreicht sein soll. Der oder das Dampfbloque ist ein Hobby, dem ich sehr gern nachgehe und ich denke, dass ich es auch immer so sehen werde; unabhängig vom Erfolg. Es wäre aber schön, wenn am Ende des Jahres noch zwei, drei Follower übrig geblieben sind, die dann auch lesen, was ich so schreibe.

9.) Welche Blogs liest du am liebsten?

Es ist nicht ganz leicht, eine Auswahl zu treffen, weil man irgendwo eine Grenze ziehen muss und es ohnehin von der jeweiligen Tagesform abhängig ist, was einem gerade mehr gefällt oder nicht. Ich folge einigen Blogs, bei denen ich immer mal vorbeischaue. Prinzipiell neige ich zu den humorigen, sarkastischen, ironischen Kandidaten.
Deshalb verpasse ich keinen Beitrag von den Herren und Damen:

Critical Pixie

Nicole Inez

Seppolog

Wortinfarkt

(alphabetisch sortiert; der alphabetical correctnes halber)

10.) Worin liegt dein größtes Potential?

Ich halte mich für ziemlich besonnen, was gelegentlich in Zweckoptimismus umschlägt. Aber das halte ich tatsächlich für positiv, weil es dem Schlechten das Schlechte nimmt. Ansonsten bin ich in mehreren Disziplinen einigermaßen kreativ. Einigermaßen deshalb, weil ich – das wurde mir väterlicherseits vererbt – fast alles kann, aber nichts richtig. So hat er es zumindest immer beschrieben. Ich finde das ziemlich passend und schlägt sich bei mir glücklicherweise im Bereich Audio, Video, Grafik und Text nieder. Das kann bestimmt nicht schaden, wenn es einen in die Werbebranche zieht.

11.) Jemand schenkt dir 1 Million Euro! Würdest du immer noch bloggen? Was würde sich verändern?

Ich blogge nicht aus finanziellen Gründen. Wenn es mal soweit kommen sollte, dass mich jemand mit Geld überhäuft, damit ich weiterschreibe, werde ich wohl nicht ablehnen. Aber es geht mir nicht ums Geldverdienen, also würde sich durch einen unverhofften Geldsegen nichts ändern. Vielleicht würde ich meinem Autorenteam erstmals als symbolischen Akt eine Art Stundenlohn anbieten, der sich auf die Bezahlung von einer Stunde pro Tag beschränkt. Ich würde meine Beschäftigten aber im gleichen Atemzug davon überzeugen, dieses Angebot abzulehnen.

Eine Änderung wäre, dass ich neue Laufschuhe tragen und unseren feuchten Keller sanieren würde. Einige Ghostwriter leiden nach anderthalb Jahren unter den für Schimmelpilz günstigen Bedingungen. Zwar habe ich erst vor einem halben Jahr hier zu schreiben begonnen, aber das liegt daran, dass ich erst im vergangenen August die verwahrlosten Autoren in unserem Kellerabteil entdeckt habe.

Damit ist die Antwort auf Frage 1 wohl als Lüge entlarvt.

DIE NOMINIERTEN

Tussiversum – Ein männliches Tussi, das erstmal irritiert, aber danach unterhält. Der Beweis, dass die about-Seite Vorurteilen vorbeugen kann. Also lest sie!

Photourgraphie – Tolle Bilder, informative Texte und Hintergrundinfos. Der perfekte Reiseführer für unterwegs.

Gedankenpotpourri – Der Name ist Programm. Angenehm geschrieben und interessanter Alltagsblog.

DIE FRAGEN:

1.) Gnadenlose Selbstdarstellung: Was macht dich aus?

2.) Du machst Werbung für deinen oder dein Blog. Überzeuge potenzielle Leser mit einem einzigen Satz.

3.) Was war für dich der Grund, mit dem Bloggen anzufangen?

4.) Was macht für dich einen guten Beitrag aus?

5.) Füchse sind bekanntlich keine Rudeltiere. Woran könnte das liegen?

6.) Was ist das größte Problem der heutigen Zeit?

7.) Was ist der größte Vorteil der heutigen Zeit verglichen mit früheren Jahrzehnten?

8.) Welche Blogs liest du am liebsten und warum?

9.) Stadt- oder Landmensch?

10.) Buch oder Fernsehserie und warum das eine und das andere nicht.

11.) Dein restlicher Senf, der in keiner Antwort zum Besten gegeben werden konnte:

REGELN

  • Bedankt euch bei der Person, die euch nominiert hat, und verlinkt sie auf eurer Seite. Falls möglich, hinterlasst auf ihrem Blog einen entsprechenden Kommentar, in dem ihr auch für andere sichtbar den Award annehmt.
  • Kopiert das Emblem oder holt euch ein zu euch passendes aus dem Netz und stellt es sichtbar auf die Award-Seite, so dass der Liebster Award nach außen hin sichtbar ist und bleibt.
  • Beantwortet die 11 Fragen, die euch gestellt wurden und veröffentlicht sie auf eurer Seite. Wer über die Fragen hinaus Fakten über sich präsentieren möchte, kann dies in einem eigenen Blog: Fakten über mich (bis zu 11 möglich); wer mit den Fragen gar nichts anfangen kann, darf sie ausnahmsweise auch mal gegen Fakten austauschen; sollte das dann aber auch entsprechend begründen.
  • Denkt euch 11 neue Fragen für die Blogger aus, die ihr nominieren wollt und stellt die Fragen auf euren Blog.
  • Kopiert die Regeln und stellt sie ebenfalls auf euren Blog, damit die Nominierten wissen, was sie zu tun haben.
  • Nominiert zwischen 2 und 11 neue Blogger, die ihr gerne weiter empfehlen wollt. Das sollten möglichst solche sein, die noch wenig bekannt sind, aber empfehlenswerte Inhalte bieten. Wer möchte kann sich dabei an die 200er – 3000er Follower / Leser Regel halten, also solche Blogs empfehlen, die unterhalb dieser Zahlen liegen.
  • Stellt die neuen Nominierungen auf eurer Seite vor und gebt den jeweiligen Bloggern eure Nominierung persönlich bekannt. Empfohlen wird dafür die Kommentarfunktion auf den jeweiligen Blogs zu nutzen, falls diese passend ist.
  • Empfohlen wird auch, die jeweils Nominierten vorab zu fragen, ob sie überhaupt mitmachen wollen, damit sie sich nicht überfallen fühlen.
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