Frau ohne Bart = glücklich bei „dm“

2016-04-20 17.11.18

„Frauen sind abhängig von ihren Taschen. Es gibt mit Sicherheit nur wenige Frauen, die ohne ihre Tasche aus dem Haus gehen würden, was eigentlich totaler Blödsinn ist. Denn was von all dem in der Tasche braucht man schon wirklich?“

Da steht dieses ca. 1,70 m große Wesen in unserem Flur und fällt ihrer Zunft in den Rücken. Klischees dürfen bekanntlich für Frauen nicht mehr gelten. Das wäre diskriminierend. Generell ist alles, was dazu führen könnte, dass zwei Menschen in dieselbe Kategorie eingeordnet werden könnten, ein geradezu barbarischer Akt der Unterdrückung. Insofern dürfte Alice Schwarzer, die in der Vergangenheit – also in der richtigen Vergangenheit, die man heute rückblickend mit „damals“ umschreibt – bestimmt einige nicht verkehrte Ansätze verfolgte, alles andere als Stolz für die Frau, die in unserer Wohnung lebt, verspüren. Schwarzer dürfte ohnehin eine sehr unglückliche Frau sein, wenn sie sich anschaut, wie sich „ihre“ Frauen präsentieren. Denn Beeinflussung von außen hin oder her: Es gibt Frauen, die entscheiden sich gegen ein bestimmtes Frauenbild, andere dafür. Letzteren vorzuwerfen, sie seien willenlos und fremdgesteuert, betont nur, was der Feminismus eigentlich zu bekämpfen versucht: die Entmündigung der Frau. Die Katze, der Hund oder das Wiesel beißt sich hier in den Schwanz, wenn nicht sogar ins eigene Gesicht. Das ist kompliziert, aber hier funktioniert es.

Ausgangspunkt des obigen Zitats sind die Vorbereitungen eines Ausflugs ins Land der Nahrungsmittel. Wir wollen einkaufen gehen. Ein notwendiges Übel, sollte man nicht verhungern wollen, was niemand wollen kann. Einkaufen ist per se nichts Schlimmes, nur ist man dort nicht allein, was es zu etwas Schlimmem macht. Menschen sind beizeiten ignorant, was es mir und mehr noch der Frau, die in unserer Wohnung lebt, zeitweise unmöglich macht, einen Laden stressfrei zu betreten und ihn im selben Gemütszustand wieder zu verlassen.

Das Verlassen der Wohnung geht bei vielen Frauen mit dem Zwang einher, möglichst viele Einrichtungsgegenstände in ihren Taschen zu verstauen. Wer weiß, wann man wieder heimkehrt und ob überhaupt und wen man zwischendurch schminken muss? (Die Frau, die in unserer Wohnung lebt, schminkt sich unterwegs nicht. Wir lachen Mitmenschen aus, die sich bei jeder Gelegenheit irgendwas nachziehen. Als hinge irgendwas davon ab.) Es gibt mittlerweile auch Männerhandtaschen, die vermutlich nur ein Auswuchs der Gleichmacherei sind. Denn mir ist noch kein Mann mit einer solchen über den Weg gelaufen, was viel über den Bedarf eines solchen Utensils aussagt: Er existiert wohl nicht. Warum auch? Männer, wie ich es wohl bin, nehmen prinzipiell wenige Dinge mit zum Einkaufen: ein Handy (beim „Shopping“ der Lebensretter!), ein Portemonnaie, Autoschlüssel, Wohnungs- und Hausschlüssel und eine Frau. Ohne Frau wird das Einkaufen noch schlimmer, denn ich schreibe grundsätzlich nie Einkaufszettel. Also kommt die Frau, die in unserer Wohnung lebt, mit. Denn sie besitzt einen Einkaufszettel.

Und potenziell brauchbare Gegenstände, die mitgenommen werden könnten. Dieser Konjunktiv wurde neulich zur Negation. Die Frau, die in unserer Wohnung lebt, äußerte ernsthafte Zweifel, ob das Mitnehmen einer Handtasche tatsächlich nötig sei. Das veranlasste sie letztendlich zu obenstehendem Zitat. Die Tasche nahm sie zwar mit, ließ sie aber im Auto. Ein erster Schritt. Häufig gehen in der Handtasche Dinge verloren, die nicht verloren gehen können. Ein Schlüsselbund beispielsweise ist unüberhörbar und trotzdem verstreichen teilweise die Minuten, bis er gefunden wird. Manchmal wird die Suche gar erschöpft abgebrochen und später fortgesetzt. Es handelt sich hier um eine kleine Tasche, die sich als Raumwunder entpuppt.

(Eine Entschuldigung, die ich als Grundschüler ein ums andere Mal bitter nötig gehabt hätte, wenn die verschollen geglaubte Banane nach den Sommerferien von meiner Mutter geborgen wurde. Mein Tornister war ein Raumwunder. Tragen die Kinder heute noch Tornister? Oder Tonis?)

Man merkt, dass es Frauen im Alltag tatsächlich nicht leicht haben. Dafür werden sie aber entschädigt. Und mehr noch: Der Mann – genauer: der bärtige Mann – erfährt seine Unterdrückung. Nämlich dann, wenn er bei „dm“ einkaufen geht. Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass jemand bei „dm“ tatsächlich für den Alltag einkaufen geht. Außer man legt Wert darauf, für einen nur am Boden bedeckten Einkaufskorb ein Monatsgehalt zu verprassen. Einkaufswagen habe ich bei „dm“ schon lange nicht mehr gesehen. Kein Wunder. Niemand könnte sich einen Einkauf leisten, wenn er tatsächlich seinen Einkaufswagen mit Waren füllte. Und weil es niemand tat, wurden sie vermutlich abgeschafft und durch umweltfreundlich produzierte Kunststoffkörbe ersetzt. Nachhaltigkeit scheint bei „dm“ ein großes Thema zu sein. Ein Eindruck, der sich beim Flanieren durch die Regalfluchten bestätigt. Die Sachen sind teilweise so teuer, dass sie nachhaltig sein müssen. Der Preis könnte da aus zweierlei Strategien resultieren.

A. Die Marke produziert tatsächlich unter fairen Bedingungen.

B. Die Marke produziert so billig es geht, spendet aber einen Teil des Gewinns an irgendwas Tolles.

B ist die einfachere Variante.

Während sich die Frau bei „dm“ in einem nicht enden wollenden Paradies aus fairen und unfairen Kosmetika, Bio-Produkten und Utensilien für jeden erdenklichen Gebrauch wiederfindet, sieht sich der Mann auf einer von Frauen für Frauen geschaffenen Insel wieder. Mir war das relativ egal, weil ich bislang nur wenige Dinge bei „dm“ für mich besorgen musste: Deo, Shampoo, Haargel oder -wax/-wachs und Duschgel.

Es war mir solange egal, wie ich keinen Bart trug.

„dm“ scheint nicht mitbekommen zu haben, dass es Bartpflegeprodukte gibt. Während sich die Frau an den Regalen totkaufen kann – und sei es für jeden noch so skurrilen Bedarf – stehe ich als Mann vor den Produkten für Rasurangelegenheiten und könnte alles Mögliche kaufen, um mir den Bart zu entfernen. Aber rein gar nichts, um ihn zu pflegen oder zu erhalten. Da reiht sich Rasiergel an Rasierer, Aftershave-Creme an Drei-Tage-Bart-Pflege (was für ein Scheiß!) und feuchtigkeitsspendendes Gel an Damenrasierer. Ein passender Abschluss. Für den Moment nach der Rasur könnte ich hier einiges kaufen, aber „dm“ scheint etwas gegen Bärte zu haben. Durch das Fehlen barterhaltender Produkte suggeriert „dm“ den Kunden, dass Bärte nicht erwähnenswert seien. Das diskriminiert mich.

Und weil es feministische Gruppierungen vormachen, springe auch ich beim Bezahlen unserer Errungenschaften auf das Kassenband, entblöße meine Brust und schreie der Kassiererin hysterisch meine Polemik gegen die männerverachtende Drogeriemarktkette ins Gesicht. Anschließend bezahle ich, sammle die veganen Plastiktüten ein, die ich vor lauter Empörung durch den Kassenbereich geworfen habe und verlasse den Laden. Gestresst. Womit der Beweis erbracht wäre, dass wir einen Laden nicht stressfrei verlassen können. Eine sich selbst erfüllende Prophezeihung.

Selbstverständlich ist mir das Fehlen von Bartpflegeprodukten bei „dm“ relativ egal. Kaufe ich die halt woanders. Es hat mich etwas gewundert, weil die Nachfrage bestimmt da ist, aber ich leite daraus keine hanebüchene Aussage über Diskriminierungen ab. Auch hat mich gewundert, dass eine bekannte Marke für Pflegeprodukte zwar auf ihrem Internetauftritt genauestens darüber aufklärt, welche Produkte für den Bart wichtig sind, diese aber teilweise (bspw. Bartöl) in ihrem Onlineshop nicht anbietet oder gar nicht erst im Sortiment hat.

Man merkt: Auch Männer haben es nicht immer leicht. Und die besitzen oftmals noch nicht einmal eine Handtasche.

 

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38 Kommentare

  1. Ich bin beeindruckt: es gibt außer mir noch eine Frau, die nicht den halben bis ganzen Haushalt in der Tasche hat?!
    Ich gebe zu, dass ich fast immer eine Tasche mit mir führe, was aber wiederum daran liegt, dass Damengeldbörsen nur in Über- oder Untergröße erhältlich sind. Ansonsten enthält (oje, eine Frau lüftet das Geheimnis!) meine Handtasche neben dem Portemonnaie, die vermeintlich männlichen Zutaten: Handy und Schlüssel. Mit viel Glück habe ich evtl. mal noch eine Packung Papiertaschentüber dabei.

    Zum Bartproblem kann ich leider gar nichts beitragen, da ich ersten jenen nicht trage und zweitens Drogeriemärkte meide. Die Duftecke bereitet mir Kopfschmerzen. Meist befindet sie sich schon am Eingang.

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  2. Letzteren vorzuwerfen, sie seien willenlos und fremdgesteuert, betont nur, was der Feminismus eigentlich zu bekämpfen versucht …. oder das Frauen eben doch gern recht hätten …

    Ich bin übrigens eine taschenlose Frau 🙂 meist ist es nur die Bauchtasche – was dem Grund geschuldet ist das Damenjacken keine vernünftigen Stauräume aufweisen …. Diskriminierung – schon wieder – immerhin staune ich nicht selten was mein Galan so alles für Innen und Außentaschen bei einer ähnlichen Jacke hat …

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    • Noch nicht einmal die Outdoorbranche schafft hier die Gleichberechtigung. Gleiches Hosenmodell, gleiches Material, gleicher Name. Herrenausführung: zwei Taschen mit Reißverschluss am Hintern, 2 Taschen seitlich, zwei weiter ebenfalls mit Reißverschluss am Bein. Damenvariante: 2 Taschen seitlich, vielleicht noch eine hinten, meistens zu klein um außer dem zerknüllten Taschentuch was reinzutun. Reißverschluss zum sicheren verstauen von Geldbeutel und Schlüssel? Es wird einfach vorausgesetzt, dass frau in jeder Lebenslage eine Handtasche mit sich führt, anscheinend selbst beim Wandern.

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  3. ah, moment mal. Der Feminismus kämpft nicht gegen ein bestimmtes Frauenbild, er will Gerechtigkeit für Frauen haben. Die neokonservativen Tröten behaupten das gern, dass der Feminismus die Familie bedrohe und gegen die Frauen sei, die ach doch nur Mutter und Hausfrau sein wollen. Das ist aber nicht so! Und wenn du nur über Alice Schwarzer sprichst dann ist das so, als ob wir uns hier beigeistert über Postkutschen und Pferderassen unterhalten würden anstatt über Autos, sprich: A. Schwarzer ist Geschichte. die führenden Persönlichkeiten des Feminismus sind andere heute! Es gibt den liberalen Femminismus (Forscherin Kanter, US-Wissenschaftlerin), gemäßigte FeministInnen und radikale Feministinnen (Judith Butler, Laurie Penny). Zur Geschichte der Frauenbewegung: http://www.bpb.de/gesellschaft/gender/frauenbewegung/ und zum Thema Feminismus: http://kleinerdrei.org/category/feminismuss/ Im Studienfach Soziologie hatte ich mal verschiedene FeministInnen als Prüfungsthema.

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    • Ich würde mich jetzt ungern als neokonservative Tröte bezeichnen. Schwarzer mischt nach wie vor medial ganz ordentlich mit. Dass Feminismus negativ zu betrachten ist, wollte ich nicht suggerieren. Er ist allerdings negativ behaftet.

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      • Klar! Weil sich diejenigen, die kritisiert werden, sofort angegriffen fühlen. Es geht um Macht. Und die ist niemand bereit, abzugeben (oder nur selten). Deshalb geht ja immer gleich dieser furchtbare Haß hoch, wenn eine Frau über z. B. sexuelle Belästigung schreibt oder die gleiche Bezahlung für alle Geschlechter für ein und die selbe ARbeit gefordert wird. Na mit „neokonservativen Tröten“ meine ich alle, die AfD-Denken haben. Feminismus wird als mühsam, als nervend, als unnötig betrachtet, nicht als Bereicherung. Das ist das blöde. http://maedchenmannschaft.net/leseprobe-wir-alphamaedchen/

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      • Schwierig, das so pauschal als – mit Freuds Worten – Kastrationsängste zu bezeichnen. Ich persönlich fühle meine Macht (sofern vorhanden) nicht gefährdet. Mir stoßen nur bestimmte Dinge unangenehm auf, gerade weil sie dem eigentlichen Gedanken der Gleichberechtigung in den Rücken fallen. Quoten beispielsweise reduzieren die jeweilige bevorzugte Frau auf nur eines: ihr Geschlecht. Da sehe ich das eigentliche Ziel verfehlt. Anderes Beispiel: Gleichberechtigung kann nicht zulasten des jeweils anderen Geschlechts gehen, was aktuell geschieht. Es ist oftmals der Mann als Depp, der Mann als Objekt des Spotts in der Werbung. Man stelle sich vor, in einer Serie/Werbung wäre es der Mann, der über die Frau triumphiert. Der Aufschrei ließe nicht lange auf sich warten. Halbnackte Männer in der Werbung (die bei Frauen vielgescholtene Objektifizierung): interssiert keinen.
        Übrigens hat die queer-theory, die ich für den zeitgemäßen Ansatz halte (weil sie den Menschen unabhängig vom Geschlecht betrachtet), ihre Wurzeln in den Gedanken einer gewissen Judith Butler. 🙂 Ich mag die Tante nicht sonderlich, aber aus ihren Ansätzeb ging auch Sinnvolles hervor. Das war möglicherweise nicht ihre Absicht, aber das ist ihr Problem. 😀

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      • Ich möchte auch nichts gegen Feminismus als solchen gesagt haben. Im manchen Diskussionen wird aber die Unterdrückung des Mannes als die ausgleichende Gerechtigkeit für die Vergangenheit gebilligt. Und DIESE Form des Feminismus ist mir tatsächlich ein Dorn im Auge. Ebenso wie mir die Diskriminierung der Frau einer ist.

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      • Habe ich noch nie so wahr genommen. Und die mit mir befreundeten Männer auch nicht. Vielleicht kam manche Kritik bei dir so harsch an, dass du es so empfunden hast. Manche Dozentinnen über Feminismus (im Fach Soziologie) empfand selbst ich als Frau anstrengend. Das lag daran, dass jemand auf Dauer immer als anstrengend erscheint, wenn diese Person vehement für ihre oder seine Überzeugung kämpft (es kann sich auch um Themen wie dem Umweltschutz handeln). Man darf nie vergessen, dass bei allem Genervt-Sein es einen wichtigen Grudn für dieses starke Engagement gibt.

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      • Den wichtigen Grund in allen Ehren, aber wenn öfter schon nach kürzester Zeit das Argument kommt, dass Männer es hätten, diskriminiert zu werden, weil es den Frauen aufgrund der Männer jahrhundertelang auch so erging, fehlt mir die gleiche Augenhöhe.
        Es sind ja wie gesagt nur wenige, die so auftreten, aber das prägt das Bild. Ebenso wie sich einige Penner daneben benehmen und das färbt auf die netten Exemplare (Hallo, sehr erfreut.) ab.
        Starkes Engagement darf sich nicht durch das Unterbuttern der anderen Seite äußern. Und auf dem Weg ist man aber gerade. Wie schon gesagt: der Mann als Trottel in den Medien.

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  4. dm ist ein geschickter Unternehmer, der es versteht, seine Kunden und Kundinnen „glücklich“ zu machen. die günstigen Pflegeprodukte sind gut verträglich und duften meist gut. Aber den ganzen Schminkkram brauch ich nicht. Den Einkaufswagen gibt es noch 😉 und er ist spielend füllbar: mit voluminösen Windel- Klopapier- und Taschentuchpackungen. Und das gemeine: Pflegeprodukte für Männer sind oft günstiger als für Frauen. Und dann der verwunderte oder manchmal argwöhnische Blick in der Dusche beim Hochschulsport, wenn Frau ein anderes Pflegeprodukt hat ;-)))

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  5. Ich kann meiner Vorschreiberin nur beipflichten – Einkaufswagen bei DM füllen? Ein Kinderspiel! Allerdings erst wenn man Kinder hat 😛 Seit dem habe ich bei so manch einem Einkauf ein Türmchen auf dem Wagen gebaut – allerdings ist das der Tatsache geschuldet, dass man mit Kind ungern für jede Packung Windeln einzeln losfährt wenn der nächste DM nicht gerade um die Ecke liegt 😀

    Selbe Thematik bei der Handtasche. Ich WILL keine! Wirklich! Wenn wir ausgehen schiebe ich lieber alles wichtige in die Hosentaschen/den Geldbeutel des Göttergatten und bleibe taschenlos. ABER: Mit Kind keine Chance. Man muss auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, denn diese treffen mit Nachwuchs meistens auch ein 😉

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  6. Bei DM gebe ich normalerweise einfach gleich meinen Gehalts-Scheck ab, wenn ich ihn bekomme und kriege dafür Windel- und Baby Zubehör, Müslis und Bio-Knabberzeug, um eine Woche oder so auszukommen. Das kann jetzt heissen, dass ich super schlecht verhandelt habe bei meinem Vorstellungsgespräch seinerzeit oder meine Kinder einfach sehr viel essen und in die Windeln sch**…aber lassen wir das.
    Dort gibt es sogar spezielle Wagerl, um die Baby-Autoschale anzugurten 🙂
    Mich ueberrascht nur, dass es Bart Pflegeprodukte überhaupt gibt! Ich dachte der Trend zum Vollbart hält sich nur, weil es noch ein paar Minuten mehr in der Früh an Zeit spart und die suchenden Männer beim DM wären alle nur verzweifelte Einkaufsgehilfen ihrer Frauen.

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  7. Mein Beitrag hingt jetzt ein bißchen hinterher aber ich muss das noch loswerden. Ob Alice Schwarzer von gestern ist oder nicht spielt keine Rolle, sie bleibt „DIE“ Feministin, und, ich finde sie gut auch wenn ich nicht hinter allem stehe was sie sagt.

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  8. who the fuck is Alice? 😉 … im Ernst : was es für Männer an Bartpflegemittel zu wenig gibt , gibt es für Frauen an Haar – und anderen Pflegemitteln zu viel . Meist völlig überteuert und trotzdem wirkungsfrei ,nicht nur bei dm.

    Und weil gerade das Thema Feminismus wieder aktuell zu sein scheint : meiner Ansicht nach ist die Emanzipationsbewegung am eigentlichen Ziel “ GLEICHBERECHTIGUNG“ nicht Unterdrückung des anderen Geschlechts vorbei geschossen. Liegt sicher auch an meinen Geschlechtsgenossinnen die mehr Wert auf Sitzpinkler legen denn auf gleichen Lohn für gleiche Leistung . Quote statt Qualifizierung , das kann nur daneben gehen. Frauen in Führungspositionen …… wie lange regiert uns Frau Merkel jetzt schon und wie viele Damen der hohen Politik haben bereits unter Beweis gestellt dass sie es nicht können ? Van der Leyen, erst Arbeitsministerin dann Familie und jetzt Militär, von nix ’ne Ahnung, davon aber ganz viel. Ulla Schmidt und die Gesundheitsreform , nur ein paar Beispiele…

    Und abschließend : Männer mit Bart , wenn er gepflegt ist ,wobei wir wieder bei dm und den Pflegemitteln wären was gibt’s dagegen einzuwenden?

    Schönen Tag noch wünscht die wolfskatze 🙂

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  9. Na liebe Wolfskatze, niemand gibt Macht freiwillig ab. deshalb ist eine Frauenquote dringend notwendig! Na und was die Pflegemittel für den Bart angeht, da müßt Ihr Euch bei dm beschweren 😉 Solange die Freundin mit der Wolle im Gesicht klar kommt…. mir soll es als Außenstehend egal sein.Ah, und hier noch was interessantes zum Thema Feminismus: http://www.sueddeutsche.de/leben/gleichberechtigung-maenner-muessen-feministen-werden-1.2955747

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    • Wirklich ausgewogen ist der Artikel allerdings auch nicht. An einigen Stellen wird von „den Männern“ geschrieben und wie sie sich verhielten („Ansonsten bleibt der Gleichberechtigungsdiskurs ein Gespräch unter Frauen, weil Männer sich nicht angesprochen fühlen.“ oder „Männer fühlen sich unterdrückt […]“ oder „Meuser kommt zu dem Schluss, dass sich Männer unter Geschlechtsgenossen am wohlsten fühlen […].“). Möglicherweise bin ich meiner Zeit auch weit voraus, weshalb es mir vollkommen gleich ist, wer wo arbeitet und wer zuhause bleibt oder wer die Kinder hütet. Ich glaube aber, dass ich da eher dem Zeitgeist entspreche, der eben nicht mehr typische Geschlechterrollen propagiert, wie es der verlinkte Artikel (wie durch die Zitate belegt) sehr wohl tut. Das ist s/w-Malerei par excellence. Die Forderung des Artikels kann niemand beanstanden. Die Art und Weise, wie er diese formuliert, allerdings schon.

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  10. Ich denke auch nicht, dass Alice Schwarzer feministisch gesehen vor der Tür sitzt: Man muss sie nicht mögen, aber sie hat eine Menge für die Gleichberechtigung der Frauen getan. Tja, und die Verteilung der Geschlechterrollen, die aufgrund der Statistiken ja fast schon zementiert zu sein scheint, geht zum Teil auch auf das Konto der Frauen: Warum nur entscheiden sich immer noch so viele für Berufe, die unterirdisch bezahlt werden und die vor allem eines bedeuten: den Weg in die gesicherte (Alters-)Armut? Wenn das erste Kind dann kommt, ist sonnenklar, wer sich um es kümmert: der Elternteil mit dem geringeren Einkommen, die Frau! Da kann man noch so gleichberechtigt denken, am Ende entscheidet das Portemonnaie.
    @DieReiseEule: Wenn man die Frau in Manuels Wohnung mitzählt, sind wir zu dritt 😉
    Bei dm kaufe ich übrigens nie. Keine Ahnung, warum nicht.

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  11. […] Wie sieht die Aushandlung solcher Obergrenzen aus? Sitzen da mächtige Menschen im Kreis und stellen sich die Frage, welche Menge an Rauschmittel man einem Kleinkind antun kann, bevor es breit wird? Wird das getestet? Ich war bislang der Ansicht, dass der zulässige Anteil an drogenähnlichen Stoffen in Kindernahrung bei 0,0 % liegen sollte. Anscheinend ist dem nicht so. Aber Bartpflegeprodukte. DIE haben die nicht im Sortiment! […]

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