Liebster Award

Irgendwie scheint es ja irgendwann jeden mal zu treffen. Beim Tod ist das eine eher wenig erheiternde Angelegenheit. Aber gerade deshalb ist es umso erfreulicher, wenn diese Sache hier nichts mit dem unangenehmen Ableben zu tun hat.
Ich möchte mich also recht herzlich bei Gartenkuss für die Nominierung für den Liebster Award bedanken. Ich hoffe, dass ich alle Fragen richtig beantworten werde. Prüfungssituationen liegen mir gelegentlich nicht bis gar nicht. Das Obligatorische kommt dann nach den Antworten. Los geht’s!

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Es war ein heiterer Tag im August 2015. Vielleicht war es auch der Abend, aber auf jeden Fall war ich wach. Das Bildungsfernsehen berichtete die (noch nicht, aber bald) chaotischen Zustände des Wetters. Es gab Grund zur Beunruhigung. Und weil ich seit diesem Semester nicht mehr zur Uni gehen muss, keine Prüfungen mehr abzulegen brauche und nur noch die Masterarbeit den Weg aus meinem Kopf über die Hände in diesen schwarzen Kasten vor mir finden muss, hatte ich plötzlich etwas mehr Zeit.
Vor einigen Jahren hätte ich wohl angefangen, Songs zu schreiben, aber seit fünf Jahren würde ich damit wohl einen Menschen in meiner Umgebung zur Verzweiflung treiben. Der darf/kann/muss nämlich von zuhause aus arbeiten. Und weil ich viel nachdenke und manches einfach mal vernünftig kanalisiert werden muss, fiel die Wahl auf dieses moderne Medium „Blog“. Wollte ich nie haben. Fand ich immer albern. Macht mir jetzt unglaublich Spaß, weil mein Krempel offensichtlich gar nicht so verstrahlt ist, wie ich dachte.
Und plötzlich war er da, mein erster Artikel.

2. Frühling oder Herbst?

Lustig! Gestern erst habe ich mit der Frau, die in unserer Wohnung lebt, über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Jahreszeiten philosophiert. Wir haben keine eindeutige Antwort finden können, welche Saison nun besser ist, weil verschiedene Rezeptoren getriggert werden. Um nicht sämtliche Gedanken hier auszubreiten:
Der Herbst ist optisch schöner, weil er trotz der nahenden Kälte noch den Anschein erweckt, warm zu sein.
Der Frühling ist für mich eher ein Gefühl. Das kann man schwer beschreiben, aber aus irgendeinem Grund löst der Frühling bei mir leichte Euphorie aus. Natürlich nicht pausenlos und Tag für Tag, denn sonst käme ich vor lauter Aufregung nicht mehr vom Pott, aber es schwingt immer ein wenig Vorfreude über was auch immer mit.
Deshalb kann ich die Frage mit einem überzeugten „Ja!“ beantworten.

3. Was oder wer inspiriert dich über ein Thema zu schreiben?

So abgedroschen das klingt, aber es ist der Alltag. Der Name „Dampfbloque“ ist aus der Idee heraus entstanden, dass ich zwischendurch mal etwas Druck vom Kessel nehmen kann, indem ich Themen zur Sprache bringe, die mich bewegen. Das ist nicht zu unterschätzen, weil ich dadurch auch etwas Ordnung in meine Hirnwindungen bringen kann. Das war insbesondere bei meinem Artikel über den vermeintlich durch den Islam bedingten Niedergang christlicher Werte so. Ich rege mich über bestimmte Sachverhalte tierisch auf und dann überschlagen sich meine Gedanken. Um nicht einfach kopfschüttelnd zu verstummen, bringe ich meine Ansichten zu dem Thema ein und das verleiht dem Ganzen Struktur.
Manchmal ist es aber auch einfach nur ein Satz oder ein Dialog, der eine Sache niederschreibenswert macht. Ein Paradebeispiel ist dieser Artikel, der aus dem kurzen Dialog vor dem Cartoon entstanden ist.

4. Dein schönstes Erlebnis der letzten Woche?

Meine Familie, die meiner Lektorin, meine Lektorin und meine Freunde haben offensichtlich meinen Geburtstag vergessen, der erst in einer Woche stattfindet. Anstatt die sieben Tage noch zu warten, haben sie mir vorvorgestern zwei Karten für das Championsleague-Spiel Bayern gegen Arsenal geschenkt. Das Geschenk vor meinem eigentlichen Geburtstag zu kredenzen, war auch ziemlich sinnvoll, weil das Spiel vorgestern stattgefunden hat. In einer Woche wäre die Verwirrung groß gewesen.
Der Nachteil, wenn man es mit Vereinen im Ausland hält (ich meine Arsenal, nicht Bayern), ist die Tatsache, dass es sich um Vereine aus dem Ausland handelt. Ganz so häufig kommen die nicht nach Düsseldorf und Umgebung.

5. Morgenmensch oder Nachteule?

Sowohl als auch. Was die Kreativität angeht, bin ich morgens am produktivsten. Irgendwie purzeln die Sätze dann nur so auf den Bildschirm. Wenn ich den Druck habe, etwas zu erledigen (Hausarbeiten für die Uni, Bachelorarbeit etc.) geht es erst abends bis nachts ab. Das verträgt sich dummerweise nicht allzu gut miteinander; zumindest nicht am selben Tag.

6. Was gefällt dir an anderen Blogs – worauf achtest du?

Da gibt es verschiedene Dinge. Orthografie ist mir immer wichtig. Das liegt weniger an meinem Studium als eher an der Tatsache, dass ich durch Fehler im Text den Inhalt nicht mehr ganz so ernstnehme. Damit tu ich wahrscheinlich einigen Artikeln Unrecht, aber der erste Eindruck ist immer optischer Natur.
Ansonsten bin ich thematisch relativ offen. Ich mag keine erhobenen Zeigefinger, wenn sie zu ernst und altklug nach dem Motto „Ähm…du weißt schon, dass das totaaaaal unvegan/ -öko/ -gesund ist, Schätzchen?!“ daherkommen. Selbstironie und generelle Reflexionsfähigkeit stehen bei mir hoch im Kurs. Ich folge aber auch Fotoblogs und Foodblogs. Für mich war allerdings am wichtigsten zu sehen, dass manche ebenso Allerweltsblogs betreiben wie ich. Nicht unbedingt besonders, aber sympathisch.
Oder etwas kürzer: Gut geschrieben/bebildert sollten sie sein. Und sollten sie sogar einen Mehrwert haben…mir egal, warum nicht?

7. Film/Serie oder Buch?

Aktuell eher Serien „on demand“. Das letzte Buch bzw. die letzte Reihe, die mich voll erwischt hat, war die Twilightsaga.
Das war gelogen. Die „Otherland“-Reihe kann ich jedem ans Herz legen. Soweit sind wir davon gar nicht mehr entfernt.

8. Wo und wie und mit welchen Mitteln schreibst du für deinen Blog?

Meistens auf der (in Fahrtrichtung) rechten Sofaseite in rückenschonender sitz-liege-Technik. Ich sehe dann aus wie eine Garnele. Gedanken zu irgendwelchen Themen oder Beoachtungen kritzel ich in meine elektronische Handfessel. Steht Samsung drauf.
Das Wie lässt sich am besten so erklären: Ich schlage eine halbe Stunde auf meine Tastatur ein. Anschließend muss ich den Beitragsentwurf schnell abspeichern. Dann verbringe ich mehrere Tage damit, die Buchstaben neu zu sortieren. Buchstaben hinzuzufügen oder zu löschen ist nicht erlaubt. Wenn das vollbracht ist, suche ich noch einige Stunden nach zwei bis drei Bildern, die den Roman ein wenig auflockern.
Und ich schreibe auf meinem Notebook, ein Arbeitstier mit dem Namen Lenovo Thinkpad.

9. Ein- oder mehrere Lieblingswörter?

Seit einigen Tagen der Ausruf „Pah!“ (fünftes Video). Ansonsten müsste ich mal Google fragen, welches Wort ich am häufigsten verwende…
…ich habe Google überschätzt. Es konnte mir keine Antwort geben.
Ein Wort, das mein Vater früher häufiger in jeder passenden Situation (es passt immer) verwendete, um Geräusche lautmalerisch zu erklären, ist „Glubulsch-ulschgrumpf-braller“. Es stammt gerüchteweise aus einem Lustigen Taschenbuch.

10. Wie viel Zeit verwendest du durchschnittlich pro Woche für deinen Blog?

Wenn ich Artikel schreibe, können das schonmal ein paar Stunden sein. Da ich diese Sache hier aus Spaß an der Freude mache, bin ich da auch relativ entspannt. Ich muss ja nichts schreiben. Andererseits aktualisiere ich zwangsneurotisch andauernd die WordPress-Statistik, um live mitzuerleben, ob nicht gerade die Zugriffszahlen steigen. Seit drei Tagen gehen sie zurück…ich sollte mal wieder was schreiben.

11. Welchen Herzenswunsch hast du?

Das klingt radikal, aber ich glaube, dass wir uns mit der fortschreitenden Technologisierung keinen allzu großen Gefallen getan haben. Wir verhalten uns ohnehin schon so, als wäre wir nicht Teil sondern Regenten dieser Welt und durch den von mir so empfundenen Techniküberfluss entfernen wir uns immer weiter von dem, was uns umgibt. An Kindern merke ich das sehr häufig, weil ich aktuell in meinem Job noch oft mit ihnen zu tun habe.
In meiner Kindheit war der Umgang miteinander noch direkter, man hat sich Dinge direkt angesehen und nicht gleich ein Foto oder Selfie davon gemacht. Würde dieser Trend ein wenig umgekehrt werden, wäre ich schon zufrieden. Und wenn das hieße, dass ich dann keinen Blog mehr haben sollte, rufe ich einfach bei irgendjemandem an und laber ihn voll; oder ich schreibe Massenbriefe…das bringt mich auf eine Idee. Hier in Kürze nachzulesen.

 

Meine Nominierten:

So, wen nehmen wir da? Ich versuche einfach mal, Blogs aus verschiedenen Resorts hervorzuheben. Alle anderen mögen mir verzeihen. Ich folge jedem Blog aus gutem Grund, aber ich beschränke mich in diesem Zusammenhang auf einige wenige, die hervorgehoben werden. Wenn sie denn überhaupt möchten.

    1. Was (keine) Freude macht
    2. Aussicht mit Einsicht
    3. Einfachtilda
    4. Klaudia Guesten schreibt…
    5. Der Sinn

 

Die Fragen:

  1. Warum bloggst du?
  2. Was ist für dich beim Bloggen die größte Herausforderung?
  3. Welche Ansprüche stellst du an andere Blogs?
  4. Welche Ansprüche stellst du an Menschen?
  5. Zur richtigen Zeit geboren?
  6. Digitales Zeitalter: Fluch oder Segen?
  7. Welcher ist/sind dein/e Lieblingsblog/s?
  8. Mal angenommen, du landest auf einer einsamen aber fruchtbaren Insel. Es gibt kein WLAN, noch nicht mal LAN und kein Funknetz. Und zu allem Überfluss würde niemals ein Schiff vorbeikommen…was wäre schlimm daran?
  9. Urlaub im Schnee oder in der Sonne?
  10. Was ist dein größtes Talent?
  11. Sonst noch was? Irgendwas, was du schon immer mal sagen wolltest?

 

Wie lauten die Regeln?

  1. Danke der Person, die dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse dieses Bloggers in deinem Beitrag.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den “Liebster Award”.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen “Liebster Award”-Beitrag.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über diesen Beitrag , z.B. über einen Kommentar.

 

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