Vergangenheitsbewältigung – Klänge eines Erstsemesters

Vorgelebter Schneeballeffekt: Ich veröffentlichte in den letzten Tagen zwei Artikel über eine kürbisartige Frucht aus dem Tiefland und den Küstenregionen des tropischen Amerikas, die mittlerweile in den Tropen und Subtropen kultiviert wurde. Seit ich den ersten Teil zu schreiben begann, hatte ich einen furchtbaren Ohrwurm von den Lied Papaya, das seinerseits wohl 2007 von Alexander Marcus zu Papier gebracht wurde. Und weil sowohl die Frau, die in unserer Wohnung lebt, als auch ich seit mindestens zwei Tagen von diesem Lied verfolgt werden, musste eine Gegenoffensive gestartet werden.

Also schloss ich vor etwa einer halben Stunde meine externe Festplatte an und klickte mich durch diverse Ordner, die aus einer Zeit weit vor Entstehung dieses Blogs stammen, allerdings einen ähnlichen Zweck verfolgten: Gedanken sortieren. Das soll wohl durch eine gepflegte Zettelwirtschaft möglich sein, was in meinem Fall aber sinnlos wäre, da es Klebezettelhersteller noch nicht verstanden haben, Klebezettel herzustellen, die von ihrer Klebwirkung über Jahre hinweg nichts einbüßen. Die fallen irgendwann ab und verschwinden auf mysteriöse Art und Weise. Wenn wir hier mal ausziehen, werde ich wohl wissen, was ich vor zwei Jahren unbedingt vom Einkaufen mitbringen sollte. Zettel sind geduldig, aber veschwinden gerne einmal.
Also habe ich mich für die digitale und darüber hinaus wahrscheinlich kreativere Variante entschieden und habe Musik geschrieben. Und Text. Text und Musik ohne Tanz mit Gitarren und gelegentlichen Anleihen des von mir bevorzugten melodischen Punkrocks nach Green Day- und Blink 182-Art.

Um all das soll es hier nicht gehen. Denn noch bevor ich in den vergilbten Dateiordnern von 2010 ein brauchbares Antiserum fand, das Alexander Marcus die Stirn bieten könnte, stieß ich auf ein Projekt aus meinem ersten Semester in Düsseldorf.
In einem Einführungstutorium, das uns die Uni erklären sollte, bekamen wir die Aufgabe, etwas zusammenzuschustern, was den Lebensraum Uni beschreibt.

(Das einzige, was mir aus diesem Tutorium im Gedächtnis geblieben ist, waren die turnusmäßigen Drohungen, dass wir beim leistesten Anflug eines Verdachts auf Plagiat bei einer wissenschaftlichen Arbeit im Grunde lieber freiwillig sterben und anschließend auswandern sollten.)

Und weil ich damals ein noch viel besseres Zeitmanagement hatte als heute, habe ich mich einen Tag vor Abgabe des Projekts zusammen mit einer nicht unbekannten Frau in meinem WG-Zimmer verschanzt und das gemacht, was ich vielleicht am besten kann. Nicht kochen. Das andere. Aufnehmen. Und das ist dabei herausgekommen:

PS: Für die, die es interessiert: Im Eifer des Gefechts habe ich es mit der Kompression der Masterspur etwas übertrieben, weshalb die Stimme an den lauteren Passagen in die Knie geht. Interessant, nicht wahr?

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9 Kommentare

  1. Super Aufnahme. Genau so isses/wares! Auch ich hatte vor 3 Tagen eine plötzliche Erinnerung an meinen ersten Unitag… Interessiert? Wenn ja, kannste auf happinessygirls „Eine Love-Story der etwas anderen Art“ lesen. Diese „Vergangenheits-“ Dingens liegt wohl am regnerischen Dezemberwetter… Have a wonderful day, Nessy

    Gefällt 1 Person

  2. > „die turnusmäßigen Drohungen, dass wir beim leistesten Anflug eines Verdachts auf Plagiat bei einer wissenschaftlichen Arbeit im Grunde lieber freiwillig sterben und anschließend auswandern sollten.“

    😆 😆 😆

    Tja, die Profs halt…..

    Gefällt 1 Person

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